Der Landkreis Belgard-Schivelbein in Pommern    

                                

Brutzen / Brusno

Hagenhorst / Kocury

Brutzen ist ein ehemaliges Rittergut und liegt, inmitten der pommerschen Schweiz, 6 km südöstlich von Bad Polzin an der von der Damitz und dem Karzin - Bach gebildeten Grenze zum Kreis Neustettin.

In der Nähe von Brutzen liegt das Rittergut Glashütte, das, seit es von der Familie von Hagen 1862 gekauft wurde, Hagenhorst hieß.

Zur Gemeinde Brutzen gehörten im 19. Jahrhundert auch noch die Kolonien Horden, Steinklippe und Karzin. Von 1772 bis 1816 gehörte Brutzen zu Westpreussen, dann kam es, gemeinsam mit Groß Poplow, zum Herzogtum Pommern. Die Orte blieben über Jahrhunderte im Besitz der Familie von Manteuffel.

Brutzen war eingepfarrt nach Groß Poplow.

Einwohner 1939: 613

Haushalte: 143

Eine Geschichte aus Brutzen

Ein einsamer Baum

Nach der Sage lebte in alten Zeiten zu Brutzen ein Mensch, der, ohne sich um die Kirche zu kümmern, Gott auf seine Weise dienen wollte. Da er von solchem Vorhaben nicht abzubringen war, beschlossen die Nachbarn, ihn mit Gewalt zu bekehren. Zu diesem Zwecke errichteten sie vor dem Dorfe einen Scheiterhaufen, umwickelten den vermeintlichen Ketzer mit Stroh und forderten ihn zur Änderung seines Sinnes auf. Als der Mann auch dann noch nicht von seinem Glauben lassen wollte, schleppten sie ihn auf den Holzstoß, zündeten denselben an und ließen ihr Opfer bei lebendigem Leibe verbrennen. Zur Erinnerung an diese Begebenheit soll später auf der Brandstelle ein einsamer Baum gepflanzt worden sein.

 

Quelle:

Der Kreis Belgard, S. 357

Der Kreis Belgard, Sagen und Geschichten, S. 72

Brutzen 1867

 

Zu Brutzen gehörten die Kolonien Glashütte, Horden, Alt Steinklippe, Neu Steinklippe ( vor 1864 aufgelöst ) und das Vorwerk Karzin.

Die Kolonien bildeten eine Dorfgemeinschaft unter dem Namen Brutzen – Glashütte.

 

Bis 1772 gehörten Brutzen und Groß Poplow zur Republik Polen. Bis 1816 gehörten die beiden Orte zu Westpreussen, zum Kreis Deutsch Krone im Department der Kriegs- und Domänenkammer Marienwerder. Seit 1816 gehören beide Orte zum Herzogtum Pommern.

 

Im Einzelnen:

 

 

Wohnhäuser

Wirtschaftsgebäude

Einwohner

Pferde

Rinder

Schafe

Schweine

Bienenstöcke

Brutzen

13

15

219

35

105

2124

54

17

Glashütte

8

3

70

 

11

23

30

 

Horden

4

5

79

18

32

1065

14

 

Alt Steinklippe

1

1

3

         

Karzin

1

3

6

 

4

4

2

 

 

In Brutzen gab es eine Schule, ebenso in der Kolonie Glashütte. Die Schule in Glashütte ist zwischen 1862 und 1867 geschlossen worden, da dort die Einwohnerzahl rapide ( zwischen 1843 und 1867 um 102 Personen ) abnahm.

 

Quelle: Berghaus, Landbuch des Herzogtums Kaschubien

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Dieter Schimmelpfennig